Wie geht’s Deutschland? Auf diese Frage gibt es, je nach Blickwinkel, viele Antworten. Besonders beunruhigt sind die Menschen vom Anstieg der Arbeitslosigkeit. Ende März 2009 suchten 78.000 Personen mehr einen Job als ein Jahr zuvor: Zum ersten Mal seit Dezember 2005 war die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahresmonat gewachsen – allen Vorkehrungen der Bundesregierung zum Trotz. 78.000 Arbeitslose mehr, das bedeutet einen bundesweiten Anstieg um 2,2 Prozent. Doch die einzelnen Bevölkerungsgruppen sind unterschiedlich stark betroffen. Branchen wie der westdeutsche Maschinenbau und die Autoindustrie, die zuvor sehr vom boomenden Export profitierten, leiden jetzt besonders unter der weltweiten Krise.

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Die Folge: Damit gehen vor allem die Jobs von westdeutschen Männern verloren, während die Frauen, besonders in Ostdeutschland, seltener arbeitslos sind als vor einem Jahr – in ihren Firmen ist die Krise noch nicht angekommen. Sehr schlechte Chancen haben auch Berufseinsteiger im Westen. Im Osten hingegen beginnt sich der Geburtenrückgang auszuwirken: Dort sind die Aussichten von jungen Leuten nahezu gleich geblieben.