Der ursprüngliche Plan für die Gründung von Bad Banks barg erhebliche Risiken für den Steuerzahler. Die Idee: Die Institute übertragen ausfallgefährdete Wertpapiere gegen Gebühr an spezielle Gesellschaften – und zwar zu dem Preis, mit dem sie in der Bilanz stehen. Dafür erhalten die Banken Anleihen, für die der Staat garantiert. Dann haben sie sichere Anleihen statt toxischer Papiere im Tresor.

Der Staat hat dafür Zugriff auf die Papiere, die er zu Geld machen kann. Nur ist deren tatsächlicher Wert in der Regel geringer als ihr Bilanzwert. Deshalb müssen die Banken jährlich Geld ansparen, um dem Staat am Ende der Laufzeit, die bis zu 20 Jahre beträgt, den Verlust erstatten zu können.

Im Prinzip ermöglicht die Regierung den Banken also eine Ratenzahlung. Kreditausfälle müssen nicht sofort verbucht werden, sondern können über einen langen Zeitraum abgetragen werden. Damit haben die Banken mehr Spielraum, um neue Kredite zu vergeben.

Das Problem: Niemand kennt den richtigen Wert der Papiere. Wenn der Staat zu optimistisch kalkuliert, reicht das Ersparte nicht, um das Minus zu decken. Der Staat zahlt – und die Bank hat den Vorteil. In einem neuen Entwurf müssen die Eigentümer einer Bank einspringen, wenn ein Verlust entsteht. Sie darf dann keine Gewinne ausschütten Vorteil: Die Aktionäre, nicht die Bilanzen werden belastet, die Kreditvergabe wird nicht beeinträchtigt. Jeden Euro, den der Staat den Banken gibt, erhält er zurück. Zur Sicherheit dürfen die Papiere nur mit einem Abschlag auf den Buchwert übertragen werden. Das Subventionselement ist also geringer als beim ersten Modell. Viele Banken werden sich auf anderem Wege Kapital besorgen müssen.