Auf halber Strecke zwischen Wien und Salzburg gelegen, schien Linz eine gute Etappe zu sein, um unserem Kochwettbewerb das Ultimative an Österreichischer Küche zu entlocken. Die Stadt an der Donau beeindruckt durch eine moderne Industrie und durch eine schöne alte Innenstadt.

Hinzu kommt, dass die in Österreich beneidenswert populäre Initiative für Biolandwirtschaft hier ihr Zentrum gefunden zu haben scheint. Ein Gang über den Wochenmarkt hat mich geradezu erschüttert: Was dort an Innereien vom Kalb angeboten wird, an Wurst- und Schinken- sowie an herzhaften Brotsorten, das macht es einem leicht, aufs Heimweh zu verzichten. Dass die Linzer Torte dabei eine Rolle spielen könnte, mag man zunächst nicht glauben. Doch für das bekannte Backwerk existieren 43 verschiedene Rezepte.

Die für unseren Kochwettbewerb ausgewählten Teilnehmer haben ihre eigenen vorgezogen. Die Gewinnerin von Linz, Ruth Pointner aus Tirol, präsentierte als Nachspeise einen originellen "Käsepfefferknödel mit Granten" (das sind Preiselbeeren), der von der Jury einstimmig bejubelt wurde (Rezept (PDF). Auch für ein perfektes "Gebackenes Naviser Bergziegenkitz" bekam sie Höchstpunkte.

Die Sieger des Vorentscheids in Linz: Ruth Pointner und Hanno Fedorcio aus Mutters © Andreas Röbl

Elfi Margraf, die Zweitplatzierte, kam aus Meran und wagte sich an einen Spargelstrudel, welcher auch Ricotta und Parmesan enthielt und ihr wegen seiner Originalität den zweiten Platz sicherte, obwohl ihre "Gebratene Kalbsbrust mit Grieß-Spinat-Schnitte" etwas hart war (Rezept (PDF). Sie hatte das Fleisch in selbst gemachtem Rosmarinwein gegart. Den Abschluss ihres Menüs bildete ein "Topfenknödel mit Erdbeeren".