Die Sambierin Dambisa Moyo hat eine beeindruckende Sammlung akademischer Titel zusammengetragen. Im heimatlichen Lusaka machte sie ihren Bachelor of Arts in Chemie. Nach einem Putsch in ihrem Land wurden die Universitäten geschlossen, sie ging 1990 nach Washington und studierte an der American University Finanzwissenschaft. Zwei Jahre lang war Moyo Beraterin der Weltbank, bevor sie ihren Master an der Kennedy School of Government in Harvard machte. Danach absolvierte sie noch ein Wirtschaftsstudium in Oxford, das sie mit dem Doktor abschloss. Sie heuerte bei der Investmentbank Goldman Sachs an, für die sie acht Jahre arbeitete. Dort war sie für das Geschäft mit den Staaten südlich der Sahara zuständig und half aufstrebenden Ländern dabei, Anleihen herauszugeben.

Ihre Arbeit und Besuche in Sambia, wo die Mutter als Bankerin arbeitet und der Vater sich gegen Korruption engagiert, inspirierten Moyo zu dem Buch Dead Aid, das ein Bestseller wurde.

Die New York Times nannte Moyo eine "Anti-Bono", weil sie sich unter anderem kritisch mit dem Afrika-Engagement von Stars wie U2-Sänger Bono und Bob Geldof auseinandersetzte. Sie seien nicht legitimiert und überzeichneten die Probleme Afrikas. Der Historiker Niall Ferguson schrieb in seinem Vorwort zu ihrem Buch: "Dieser Leser möchte nach der Lektüre sehr viel mehr Moyo und sehr viel weniger Bono."