Als Fünfjähriger wollte ich Ritter werden. Ein Plastikschwert und eine Burg von Playmobil hatte ich schon, als ich begriff, dass es keinen entsprechenden Ausbildungsberuf gibt. Die Enttäuschung war groß.

Mein Lieblingsfach in der Schule war Geschichte, also wollte ich Historiker werden. Ich hätte viel dafür gegeben, mal kurz ins Jahr 1848 gebeamt zu werden, um den Versuch einer Revolution und das Streben nach Freiheit und Demokratie mitzuverfolgen. Natürlich nur als stiller Beobachter; in die Geschichte darf man schließlich nicht eingreifen.

Heute will ich mehr gestalten als beobachten: bis auf Weiteres in meinem Amt als SPD-Generalsekretär und als Bundestagsabgeordneter. Was mich aber irgendwann im Leben auch reizen könnte, wäre, mehrere Jahre im Ausland zu leben und zu arbeiten. Warum nicht in der Entwicklungszusammenarbeit oder in der internationalen Politik?