Man sollte annehmen, über die Schachtanlage Asse II sei alles bekannt. Wie es dazu kam, dass sie zu einem Endlager für radioaktiven Müll wurde. Welche Stoffe in ihr lagern und in welchen Mengen. Welche Gefahren von dem alten Salzbergwerk ausgehen können. Wie einsturzgefährdet das Atommüllager ist.

Alles scheint akribisch festgehalten. Beim langjährigen Betreiber der Asse, dem Münchner Helmholtz-Zentrum, lagern 226 Aktenbände. Beim heute zuständigen Bundesamt für Strahlenschutz, Sitz in Salzgitter, weitere 190 Bände. Und im Bundesumweltministerium noch einmal 270.