Noch ist Porsche als zehnte Marke nicht in den Konzern Volkswagen integriert, da suchen die Wolfsburger schon nach weiterer Verstärkung. "Die Zahl Zwölf" sei doch viel schöner, meinte VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch am Rande der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt. Nummer elf, das ist bekannt, könnte der Lkw-Bauer MAN werden, bei dem die Wolfsburger schon Großaktionär sind und den sie gern mit ihrem schwedischen Lastwagenhersteller Scania verzahnen würden. Nummer zwölf, das ist neu, könnte der japanische Kleinwagenbauer Suzuki sein. Derzeit verdichten sich entsprechende Gerüchte, das Fachblatt Automobilwoche will gar von einem Suzuki-Manager eine Bestätigung für fortgeschrittene Verhandlungen erhalten haben.

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh könnte sich einen Einstieg bei den Japanern bestens vorstellen. "Wir könnten die Kleinwagenerfahrung von Suzuki noch gut gebrauchen", sagte er auf der IAA. Vor allem die Fähigkeit, preiswert zu konstruieren: Bei Suzuki, so Osterloh, koste etwa ein Lenkrad nur ein Viertel dessen, was bei VW üblich sei. Zudem, so ein VW-Manager, brauche man in Japan nicht gleich die Mehrheit am Konzern, um mitzureden. Was VW-Chef Martin Winterkorn wohl vor allem ins Auge sticht, ist die gute Präsenz Suzukis in Asien, speziell in Indien, wo die Tochter Maruti Suzuki Marktführer ist. (dhl)