Wenn ein hochverdienter Politiker aus seinem Amt scheidet, heißt das noch lange nicht, dass er dem Land keinen Dienst mehr erweisen kann. Hubert Gorbach beispielsweise, dem Vorarlberg einst "too small" war. Dem früheren Vizekanzler, schon zu Wendezeiten verkannt, wollten zwar die ignoranten Briten keinen lohnenden Job anbieten, doch nun fand sich in der Heimat endlich ein adäquater Posten für ihn. Er wurde zum Präsidenten der Schnei-Akademie bestellt. Die gibt es tatsächlich. Sie versteht sich als Informationsplattform für alle Personen, die mit Schnee zu tun haben. Gemeint ist natürlich ausschließlich gefrorener Niederschlag. Dem Vernehmen nach sollen auch dem gloriosen Karl-Heinz Grasser ähnliche Weihen bevorstehen. Der Sonnyboy der Nation, alias Fiono, könnte künftig der Sonnenhochschule vorstehen, einer Eliteschule für alle, die sich gern die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Erfolgreiche Absolventen dieses Bildungstempels verfügen über die Fähigkeit, so zu leuchten, dass sie etwaige Steuer-ungereimtheiten locker überstrahlen. Auch Wolfgang Schüssel, immer im Rennen, wenn internationale Topjobs zu besetzt sind, wird als Dekan der Regenuniversität gehandelt. Sie unterweist alle Erdenbürger, denen Regen ein Anliegen ist. Bereits jetzt ist die Fachwelt auf seine Missionsreisen in die Dürreregionen gespannt, bei denen er die segensreichen Sekundäreffekte heftiger Niederschläge verkünden soll. Vermutlich wird er auch in Südostasien den Menschen die Scheu vor Hochwasser nehmen wollen. Was ist, verglichen damit, ein EU-Kommissar?