Die Abiturnote ist – so will es das Gesetz – immer noch das maßgebliche Kriterium bei der Studienplatzvergabe. "Abiturienten sollten um jede Nachkommastelle kämpfen", sagt Studienberaterin und Ratgeberautorin Angelika Verse-Herrmann. Darüber hinaus führen aber mehr und mehr Hochschulen eigene Auswahlverfahren ein, in denen andere Kriterien berücksichtigt werden. "Die Abi-Note ist immer nur eine Durchschnittsnote. Daher können die Auswahlverfahren ein Vorteil sein: Hier kommt die eine oder andere Stärke zur Geltung, und manche Schwächen wirken sich nicht so stark aus", sagt Muschol.

Daher sollte man seine Bewerbungen entsprechend den persönlichen Voraussetzungen verschicken. Manche Hochschulen achten zum Beispiel auf Einzelnoten in studienrelevanten Fächern. Andere lassen sich von der Teilnahme in AGs oder von Ausbildungen beeindrucken. Verse-Herrmann rät dazu, sich verstärkt außerschulisch zu engagieren, da sich die Auswahlverfahren in der Zukunft noch weiter ausdifferenzieren würden: "Die Studienentscheidung sollte nicht kurz vor dem Abi getroffen werden, man sollte schon im Schuljahr davor mit der Vorbereitung anfangen." Manche Hochschulen verlangen auch Motivationsschreiben oder Eignungstests. Selbstbewusste Bewerber, die schon in der Schule gute Referate hielten, können sich etwa auf Hochschulen mit Vorstellungsgesprächen konzentrieren. Informationen zu den Zulassungsverfahren finden sich auf www.hochschulkompass.de und auf den Internetseiten der Hochschulen.