Die Zentralstelle für die Studienplatzvergabe (ZVS) ist nur noch für fünf Prozent der Studienplätze zuständig – aber für sehr begehrte: in Medizin, Tiermedizin, Zahnmedizin, Pharmazie und Psychologie (Diplom). 20 Prozent der Plätze werden an die Abiturbesten vergeben, weitere 20 Prozent nach Wartesemester und 60 Prozent über die Auswahlverfahren der Hochschulen.

Daran nimmt teil, wer nicht in den beiden anderen Quote berücksichtigt werden konnte. Wichtig ist, bei der Ortspräferenz die sechs Wunsch-Unis entsprechend zu wählen. Auch hier gilt: Nicht unbedingt die Städte nennen, bei denen mit großer Konkurrenz zu rechnen ist. "In der ersten Präferenz sollte man eine Uni angeben, wo man erst mal reinkommt. Wechseln kann man immer noch", sagt Verse-Herrmann. Auf Seiten wie www.zvsopfer.de werden Studienplätze getauscht. Achtung: Manche Hochschulen treffen hier schon eine Vorauswahl. Die Charité zum Beispiel nimmt nur Bewerber, die sie bei der Ortspräferenz auf Platz eins setzen.

Also vorher auf www.zvs.de unter "Service" und "Nützliches" schlau machen, welche Unis nach welchen Kriterien verfahren. Dort erfährt man auch, wo es Boni für Einzelnoten oder eine Ausbildung zum Pfleger gibt. Ebenso kann man mit einem guten Ergebnis im Medizinertest (www.tms.info.org) in den Wartelisten einiger Universitäten weiter nach oben klettern.