Umweg nach Buckow erschienen: eine Reise durch die Buntheit des Lebens, wobei die hie und da aufblitzende Gelehrsamkeit durch viele persönliche Einsichten und Eindrücke wohltuend gebrochen wird. Eines der 36 Kapitel ist dem Künstler und Schachspieler Marcel Duchamp gewidmet.

Vom Wiener Kunst- und Philosophieprofessor Ernst Strouhal, einem begnadeten Geschichtenerzähler, ist

Zunächst war Schach für Duchamp ein "Dada", ein Steckenpferd unter anderen, bald aber Droge und Zeitvertreib zugleich: "Wenn man als junger Mensch mit dem Schachspiel anfängt, wird man immer noch Schach spielen, wenn man alt ist und stirbt. Das heißt, es ist eine Leidenschaft, die einen bis ins Grab begleitet. Eine Leidenschaft, die einen im Laufe eines Lebens eine unglaubliche Menge Zeit verlieren lässt; mir ist genau das passiert, und es hat mir wahrscheinlich dabei geholfen, zu erreichen, was ich wollte: so wenige Bilder wie möglich zu malen, mich in meinen Bildern nicht zu wiederholen." Für Duchamp ist Schach eine "Schule des Schweigens". Sein Freund Man Ray schreibt über sein Atelier: "Hier arbeitete und schlief Duchamp in einer strengen, einfachen Atmosphäre wie ein Mönch. Nichts erinnerte daran, dass hier ein Künstler lebte – der Schachtisch war das wichtigste Möbelstück."

1932 schrieb Duchamp auch ein Buch Opposition und Schwesterfelder über (Schach-)Endspiele , daraus stammt das obige Beispiel. Wie gewinnt Schwarz am Zug?

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Lösung aus Nr. 40:
Welcher "Paukenschlag" gewann für Weiß, wobei dem schwarzen König zwei offene Diagonalen zum Verhängnis werden sollten? Das Turmopfer. I.Tf8+! durfte wegen I…Dxf8 2.Dxd4+ Dg7 3.Dd8+ Dg8 4.Dxg8 matt nicht angenommen werden. Also I... Kg7, doch nach 2.Tg8+! (besser als das schnöde 2.Txd8 Txd3) gab Schwarz wegen 2…Kh6 (2…Dxg8+ 3.Dxd4+) 3.Dxe3+ dxe3 4.Txd8 auf