Reden wir zunächst einmal nicht über die Wechseljahre, sondern über die Menopause: das Ende der letzten Monatsblutung im Leben einer Frau. Die meisten Frauen leben danach noch mehrere Jahrzehnte. Im Tierreich hingegen sind Weibchen bis zu ihrem Tod fruchtbar – meistens.

Jedoch werden mehr und mehr Ausnahmen beobachtet, Tierarten also, bei denen offenbar eine größere Anzahl alter Weibchen unfruchtbar wird. Manche Walarten gehören dazu, Gorillas, Elefanten, aber wohl auch Guppys.

Für weitere Artikel zur Serie "Stimmt's?" klicken Sie auf dieses Bild. © Jeff J. Mitchell/Getty Images

Das wirft die Frage auf: Warum gibt es das Phänomen überhaupt? Sind doch die Männchen (und Männer) bis ins hohe Alter zeugungsfähig. Warum investiert die Natur da Ressourcen in weibliche Individuen, die sich nicht mehr fortpflanzen können?

Die "Großmutter-Hypothese" besagt, dass Frauen, die nicht mehr dem Risiko einer Geburt ausgesetzt sind, durch die Sorge für Kinder und Enkel noch zum Überleben ihrer Gene beitragen.

Bei der Gegenthese wird die Menopause darauf zurückgeführt, dass wir heute einfach älter werden als unsere Vorfahren. Bei den Frühmenschen hätten nur wenige Frauen tatsächlich die Menopause erreicht.

Ungewissheit herrscht darüber, ob das Ende der Fruchtbarkeit auch beim Guppy-Weibchen zu Hitzewallungen und Depressionen führt.

Die Adressen für "Stimmt’s"-Fragen: DIE ZEIT, Stimmt’s?, 20079 Hamburg oder stimmts@zeit.de .

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unterwww.zeit.de/audio