Das Wort Hallenbad klingt nach Warmbadetag, Badekappenpflicht und Chlorgeruch, also irgendwie nach gestern. Früher hatten Hallenbäder keine Namen, sie hießen einfach: Hallenbad. Es gab ja auch kaum Verwechslungsgefahr. Wenn man sagte, man gehe ins Hallenbad, war klar, dass das nächstgelegene gemeint war.

Seitdem allerdings die Konkurrenz ausgebrochen ist unter den Bädern, mit Bahnlängen, Sprungturmhöhen und Rutschenkurvenradien, seitdem Bäder immer auch Erlebnisbäder sind, gibt man sich bei der Namensfindung die gleiche Mühe wie bei der Auswahl der Kachel, wie unsere Karte zeigt.

Es ist genauso wie bei den manchmal etwas bemüht originellen Friseurnamen ("Haarmonie") – das Entscheidende ist, einen Namen zu finden, den es im Nachbarort, ja im ganzen Land noch nicht gibt. Einen gewissen Standortvorteil hatte man da in dem Ort Goch bei Kassel, wo es das Bad GochNess gibt.

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Die Freunde des Schwimmbad-Kalauers sollten unbedingt weiter ermuntert werden. Vielleicht gibt es ja im Westerwald bald ein Bad, das heißt wie der neue Außenminister.

Recherche: Laura Will