Ganz zum Schluss der Beweisaufnahme in Dresden, als die Zuhörer und die Presse durch Gerichtsbeschluss aus dem großen Schwurgerichtssaal entfernt worden sind, weil die Vernehmung des psychiatrischen Sachverständigen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden soll, nimmt der Angeklagte endlich seine Kapuze ab. An den sieben vorausgegangenen Prozesstagen hatte Alex W. den Verhandlungssaal stets schwarz vermummt mit Skimaske und Sonnenbrille betreten. Jetzt zeigt er den Richtern ein weiches Kindergesicht, das er die ganze Zeit hinter dem martialischen Mummenschanz verborgen hatte. Und das so gar nicht zusammengeht mit der Bluttat, die er am 1. Juli 2009 in einem anderen Verhandlungssaal dieses Landgerichts beging.