Sosehr Castingshows auch suggerieren, eine jede Schönheit, die nur wolle, könne es schaffen, ein Supermodel zu werden, so sehr ist die Frage, wer es wirklich schafft, doch eine geografische. Deutsche Supermodels, die das Cover einer Vogue-Ausgabe zierten (das ist die höchste Weihe), kommen meist aus dem Norden, sehr oft aus Hamburg, wie unsere Karte zeigt.

Das hat weniger mit der Körpergröße zu tun, denn Frauen im Süden sind keinesfalls kleiner als die im Norden, aber viel mit Haarfarbe und Teint. Wer sich zum Beispiel, um eine Vergleichsgruppe zu nennen, die Bundestagsfrauen ansieht, stellt fest, wie mit jedem Kilometer gen Süden die Blond-Quote ab- und die Brünett-Quote zunimmt.

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Die norddeutsche Blässe ist in der Modewelt gefragt: Wer blass ist, den kann man leichter zurechtschminken. Auch sind die Frauen in den Metropolen im Vorteil. Denn Model-Scouts scheuen weite Wege in Dorfdiscos, stattdessen schauen sie sich gerne bei den Fast-Food-Ketten um, dort ist schön viel los.

Wer Model werden und das Fernsehen meiden möchte, sollte ab und zu in Hamburg einen Hamburger essen.

Recherche: Elisabeth Raether