Fluten in Indien, Hurricanes in der Karibik, Dürren in Afrika: Gerade die Armen leiden am stärksten unter den Folgen des Klimawandels, obgleich die Reichen ihn verursacht haben. Es ist ein Gebot der Gerechtigkeit, den Menschen in Entwicklungsländern bei der Anpassung an Erschwernisse zu helfen, die schon jetzt unausweichlich sind. Daher unterstützt DIE ZEIT den Projektfonds Klimakatastrophen. Er wurde als gemeinsame Idee vom "Bündnis Entwicklung Hilft" gegründet. Durch eine Spende können auch unsere Leser mit ein paar Euro an Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel mitwirken.

Zum Beispiel in den Sundarbans, den legendären Mangrovenwäldern Bangladeshs. Dort unterstützt die Organisation Prodipan Familien, die mit weniger als zwei Dollar am Tag zu Recht kommen müssen. Die Lebensräume an der Südwestküste sind immer wieder überschwemmt, der Anbau der Nahrungsmittel war dort schon immer prekär. Doch nun wird die Unsicherheit der Ernten durch unkalkulierbare Monsunregen und häufige Stürme noch erhöht.

Prodipan wird von Brot für die Welt gefördert, einem Mitglied des "Bündnis Entwicklung Hilft". Fünf Hilfsorganisationen haben sich unter diesem Dach zusammengeschlossen, nicht nur, weil sich Wirbelstürme, Erdrutsche und Fluten häufen werden. Beim Tsunami vor fünf Jahren war besonders deutlich geworden, dass gut vorbereitet und effektiv gehandelt werden muss, wenn die Katastrophenhilfe nicht nur kurzatmige Hilfen bieten, sondern zugleich Perspektiven eröffnen soll. Mit Brot für die Welt koordinieren und bündeln seither auch Terre des Hommes, Misereor, die Welthungerhilfe und medico international ihre Arbeit in Krisengebieten schnell und unbürokratisch. Alle Mitglieder des Bündnisses sind in erster Linie Förderer von Entwicklungsprojekten und versuchen, die Nothilfe mit langfristigen Zielen zu verbinden. Spendengelder für das Bündnis teilen sie untereinander auf.

So werden auch die Mittel des Projektfonds Klimakatastrophen mehreren Regionen zugute kommen: In Guatemala tragen Partnerorganisationen von medico international dazu bei, den immerfeuchten Nebelwald mit seiner Artenvielfalt zu erhalten und der ländlichen Bevölkerung Alternativen zur Abholzung zu bieten. Ähnlich unterstützt Misereor Dorfbewohner in Haiti dabei, Waldgärten anzulegen, um die letzten Baumbestände zu retten. Terre des Hommes hilft einer Jugendorganisation in Peru, Anbauflächen vor weiterer Vertrocknung zu bewahren. In Kenia sollen 72.000 Masai, die immer häufiger ungekannt harte Dürren erleben, mit Unterstützung der Welthungerhilfe ausreichend sauberes Trinkwasser für sich und ihre Tiere zu finden.  

"Wir hoffen, dass der Projektfonds Klimakatastrophen breite Unterstützung erfahren wird", sagt Peter Mucke, Sprecher des "Bündnis Entwicklung Hilft", "sodass wir noch mehr Projekte aufnehmen können. Es gibt nicht die eine Klimakatastrophe, sondern viele". DIE ZEIT wird Sie in den nächsten Wochen und Monaten über das Spendenaufkommen und seine Wirkungen auf dem Laufenden halten.

Wenn Sie helfen wollen:

Spendenkonto 5151, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00; Stichwort: Klima-Fonds

Weitere Informationen:

www.entwicklung-hilft.de