Kürzlich wurde Thomas Thomsen 75 Jahre alt. Er ist nicht nur Präsident der Chess Collectors International, er darf sich auch der größten und schönsten Schachspielesammlung der Welt rühmen, die er, im Gegensatz zu manch anderem, gern zeigt und verleiht. Der promovierte Maschinenbautechniker, der in Spanien aufwuchs und nach seiner Tätigkeit am MIT als Aufsichtsrat namhafter Firmen viel durch die Welt reiste, erwarb dabei viele seltene und oft einzigartige Schachspiele, die er mit viel handwerklichem Geschick selbst restaurierte. Er liebt sie alle – natürlich mal mehr, mal weniger.

Doch unter den Schachfiguren ist ihm der Springer (englisch knight = Ritter) am nächsten. Vielleicht nicht zufällig. Schließlich schrieb Edwin Hubble 1934, im Geburtsjahr von Thomas, an Albert Einstein: "Sie mögen mit Ihrer Bemerkung völlig Recht haben, dass Gott im Kosmos nicht würfele, aber angesichts meiner letzten Entdeckung der neugeborenen ›Caballus-Constellation‹ (knight = Ritter = Springer) bin ich zutiefst überzeugt, dass er Schach spielt."

Und wiederum 1000 Jahre zuvor nennt der arabische Astronom al-Battani den hellsten Stern der Caballuswolke "Al Faras" (Der Ritter), und wiederum 1000 Jahre früher, im Jahr 66 vor Christus, entdeckt der Römer Poseidonios zehn neue Sterne, die des Pferdes Mähne, Nacken und Nase andeuten.

Es war ein schönes Geburtstagsfest, zu dem ich nachträglich auch etwas "Springendes" beisteuern möchte: Mit welchem Sprung gewann ich als Weißer 1974 (da war Thomas erst 40) in Manila gegen den Dänen Bent Larsen?

Lösung aus Nr. 49: