ZEITmagazin: Das hat Ihnen geholfen?

Göring-Eckardt: Ja, die beiden gaben dem Ganzen die Wendung, und: Ich war über Nacht in aller Munde.

ZEITmagazin: Was bedeutete das für Ihre Laufbahn?

Göring-Eckardt: Dass zur Politik gehört, sich etwas zu trauen, wenn man überzeugt ist und Erfolg haben will, hab ich gelernt. Und es war großartig, dass ich nie wieder Angst vor Kameras hatte. Ich wusste von da an einfach: Schlimmer als damals kann es nicht kommen. Das war eine gute Schule. Ich habe auf einmal verstanden, dass andere, die in die Politik gehen, das ewig üben müssen. Mir ist es geschenkt worden. Allerdings hat es lange gedauert, bis ich dem Kollegen dankbar war, der mein Programm an die Agentur gegeben hatte. 

ZEITmagazin: Haben Sie sich mal bei ihm bedankt?

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Göring-Eckardt: Das habe ich irgendwann mal gemacht, ja.

ZEITmagazin: Mit einer Flasche Whisky?

Göring-Eckardt: Nein. Ich habe seitdem nie wieder Whisky getrunken. Kameras ja, Whisky nein.

Das Gespräch führte Louis Lewitan