Der Anlass für diese Frage ist ein Vorfall aus dem vergangenen Jahr: Unbekannte waren in Kamerun in ein französisches Militärflugzeug eingebrochen. Und da kam die Frage auf: Haben diese Flieger eigentlich Schloss und Zündschlüssel?

Bei kleinen Flugzeugen kann man sich die Sicherheitsvorkehrungen tatsächlich so vorstellen wie bei einem Auto. Sie haben eine abschließbare Außentür, und sie werden mit einem Zündschlüssel gestartet. Diese Sicherung ist auch angebracht, weil sie oft auf abgelegenen Teilen der Flughäfen geparkt werden.

Bei großen Flugzeugen ist die Sache aber anders – sie werden weder mit einem Schlüssel abgeschlossen noch per Schlüssel angelassen. Denn der Startprozess ist kompliziert, oft sind große Jets gar auf externe Strom- oder Druckluftzufuhr angewiesen. Die Turbinen laufen am Ende auf Knopfdruck an.

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Was aber ist mit der Tür? Die ließe sich tatsächlich bei den meisten Fliegern "einfach so" öffnen. Aber zunächst einmal befindet sie sich ja mehrere Meter über dem Boden. Ein Einbrecher bräuchte also zumindest eine Leiter, eine Treppe oder ähnliches Gerät. Und stehen Flugzeuge am Terminal, sind sie meist so gut bewacht, dass wohl niemand ein Schloss für nötig hält. Die einzige abschließbare Tür in allen Verkehrsjets ist jene zwischen Passagierkabine und Cockpit – das ist seit den Anschlägen vom 11. September 2001 Pflicht.

Die Transall dagegen, versichert mir die Luftwaffe, hat abschließbare Türen. Trotzdem sollte man sie nicht unbewacht herumstehen lassen.

Die Adressen für "Stimmt’s"-Fragen: DIE ZEIT, Stimmt’s?, 20079 Hamburg oder stimmts@zeit.de.

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