Das Jahr 1960 ist Afrikas annus mirabilis . Zwischen Januar und November entstanden 17 neue Staaten. Darunter waren allein 14 Länder, die zum französischen Kolonialreich gehört hatten, wie Niger , Mali und der Tschad . Wunderbar war dieses Jahr der sogenannten Entkolonialisierung vor allem für das französische West-und Zentralafrika, weil sie hier – anders als in Frankreichs Kolonien auf Madagaskar , in Indochina und Algerien – ohne Kampf und fast ohne Blutvergießen verlief.

Das Wunder hat eine längere Vorgeschichte, und die beginnt mit dem deutschen Sieg über Frankreich im Sommer 1940. Zur Stunde der Kapitulation befand sich der Brigadegeneral und Unterstaatssekretär Charles de Gaulle bereits in London und rief die Franzosen von dort aus via BBC zum Widerstand gegen die Besatzer auf. Der Akt erschien vielen als hilflos, verfügte de Gaulle doch über keinerlei Mittel, und so folgte denn auch nur eine kleine Minderheit seiner Landsleute dem Londoner Aufruf.

Hoffnung für de Gaulle kam aus Afrika. Im August 1940 erklärte der Gouverneur von Französisch-Äquatorialafrika, Félix Éboué, seine Solidarität mit dem Rebellen de Gaulle. Éboué war der erste schwarze Gouverneur in Frankreichs Geschichte. Bis 1943 distanzierten sich alle französischen Kolonien außer Indochina vom Vichy-Regime des Marschalls Pétain, das nach der Niederlage den nicht besetzten Teil Frankreichs beherrschte und mit Hitler kollaborierte.

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Zu Beginn des Jahres 1944 – noch war Paris nicht befreit – reiste de Gaulle nach Afrika. Im französisch-kongolesischen Brazzaville begrüßte er 20 Gouverneure zu Beratungen über die Zukunft des Kolonialreichs und verabschiedete mit ihnen die "Deklaration von Brazzaville".

In ihr zeigte sich die ganze Zwiespältigkeit der französischen Entkolonialisierungspolitik. Schon in seiner Rede zur Eröffnung der Konferenz am 30. Januar, in der er die Überseegebiete "Ausgangspunkt der Befreiung" nannte, erklärte de Gaulle, Frankreich wolle "seine afrikanischen Territorien" auch in Zukunft "regieren", bis deren Völker "fähig sein würden, an der Führung und Lenkung ihrer eigenen Angelegenheiten teilzunehmen" ("participer"). Zwar stellte die Deklaration den Kolonien mehr Mitsprache in Aussicht und eine Art Halbautonomie, die völlige Souveränität blieb aber ausgeschlossen. 

»Von Flandern bis zum Kongo gibt es nur ein Gesetz, nur eine Nation«

"Von Flandern bis zum Kongo gibt es nur ein Gesetz, nur eine Nation"

Doch bald schon durchkreuzten die Ereignisse diese Absichten. Am 8. Mai 1945 feierte Europa das Ende des Krieges. In der Stadt Sétif hingegen, in der französischen Kolonie Algerien, demonstrierte just an diesem Tag eine Menschenmenge gegen die Verhaftung eines Oppositionellen. Es kam zu Angriffen auf Europäer, rund hundert von ihnen wurden umgebracht. Die Kolonialarmee schlug mit aller Härte zurück, ließ 28 Rädelsführer hinrichten und tötete innerhalb von zwei Wochen 35.000 bis 45.000 Algerier; die genauen Zahlen sind umstritten. Das Massaker bildete den "inoffiziellen" Anfang des Algerienkriegs, der "offiziell" mit der Anschlagsserie des Front National de Libération am 1.November 1954 begann und bis 1962 dauerte.

Wie 1944 in Brazzaville versprochen, erhielten nach der neuen französischen Verfassung vom Oktober 1946 24Vertreter der Kolonien Sitz und Stimme in der Pariser Nationalversammlung beziehungsweise Ämter als Staatssekretäre oder Minister. Unter den Abgeordneten stammten zwei aus Madagaskar. Sie forderten eine autonome madagassische Republik und eine Volksbefragung. Paris lehnte schroff ab und schickte nach einem Aufstand Ende März 1947 15.000 Fallschirmjäger auf die ostafrikanische Insel, um die Rebellion niederzuschlagen. Offiziell gab es 11.000Tote, die Forschung geht heute vom Achtfachen aus.

Die in der neuen Verfassung vorgesehene Union Française – eine Verbindung von Frankreich und den Kolonien, die formal auf der "Gleichheit der Rechte und Pflichten ohne Unterschied der Rasse oder Religion" beruhte – blieb, wie der Berliner Politologe Franz Ansprenger feststellte, eine "leere Hülle". Als es zu jener Zeit ein algerischer Abgeordneter in der Nationalversammlung wagte, von "Rechten" und "Unabhängigkeit" zu sprechen, kam es zum Tumult.

Mit dem Krieg in Algerien erwies sich die friedliche Dekolonialisierung als Illusionen

Spätestens mit dem offenen Kriegsausbruch in Algerien erwiesen sich die friedliche "Dekolonialisierung" und das Reformversprechen von Brazzaville als Illusionen. Während sich in einigen Territorien eine Opposition gegen die Kolonialherrschaft herausbildete, arrangierten sich andere schwarze Politiker mit dem "Mutterland". Sie wurden später zu Partnern Frankreichs: Léopold Sédar Senghor im Senegal zum Beispiel oder Félix Houphouët-Boigny an der Elfenbeinküste. Sie legten den Grundstein für die fatale Elitenkooperation, die ein wichtiges Merkmal des französischen Entkolonialisierungsprozesses werden sollte.

Zugleich bekräftigten Politiker aller Parteien – außer der kommunistischen – ihre Ablehnung einer Autonomie oder Unabhängigkeit der Kolonien. Exemplarisch dafür ist das Bekenntnis des damaligen Innenministers und späteren Staatspräsidenten François Mitterrand am 5.November 1954, vier Tage nach dem Beginn des Algerienkrieges: "Algerien ist Frankreich; von Flandern bis zum Kongo gibt es nur ein Gesetz, nur eine Nation, nur ein Parlament. [] Die einzige Verhandlung ist der Krieg." 

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Auch de Gaulle, der 1958 in die Politik zurückgekehrt war und sich die auf ihn und seine präsidialen Ambitionen zugeschnittene Verfassung der V. Republik geschaffen hatte, war zunächst der Meinung, "das Mutterland und die überseeischen Territorien sollen zusammen eine Gemeinschaft bilden". So war es auch im Artikel 86 der Verfassung vom 28. September 1958 als Communauté Française festgeschrieben. Immerhin durften die Kolonien auf einen eigenen völkerrechtlichen Status unterhalb der Souveränität hoffen. Es spricht für den Realismus des Generals, dass er unter dem Eindruck des Kriegs in Algerien an dieser Fiktion nur ein Jahr lang festhielt. Bereits im September 1959 wurde aus der Communauté Française durch eine Verfassungsänderung die bloße Communauté, innerhalb deren die Kolonien die staatliche Unabhängigkeit erlangen konnten – wobei zwischen ihnen und Frankreich privilegierte Beziehungen in allen Bereichen (Wirtschaft, Recht, Sicherheit, Währung, Kultur) weiterbestehen sollten.

In einem Referendum Ende 1958 stimmten die west- und zentralafrikanischen Kolonien außer Guinea für den Verbleib in der Communauté und damit für "besondere Beziehungen" zu Frankreich, die in diversen Beistands- und Kooperationsverträgen festgelegt wurden. In Guinea folgte die Mehrheit dem Rat von Präsident Ahmed Sékou Touré: "Wir ziehen die Armut in Freiheit dem Reichtum in Sklaverei vor."

In der Tat: Die Entkolonialisierungsmodalitäten des Jahres 1960 verlängerten die Abhängigkeit von Frankreich. Dem gaullistischen Minister Michel Debré zufolge "gibt man die Unabhängigkeit unter der Bedingung, dass sich der unabhängig gewordene Staat bemüht, die Verpflichtungen aus den Kooperationsverträgen [mit Frankreich] zu erfüllen". So nennt der französische Dritte-Welt-Experte François-Xavier Verschave die Communauté denn auch "Françafrique" beziehungsweise "Mafiafrique", womit er eine Art "globalisierter krimineller Beziehungen" zwischen den Eliten Frankreichs und Schwarzafrikas meint.

Das Musterbeispiel für den Übergang von kolonialer Herrschaft zum System der von Paris aus gelenkten Politik der Kooperation, wie de Gaulle ihn konzipiert hatte, ist die heute rund 1,3 Millionen Einwohner zählende zentralafrikanische Republik Gabun . Das Land an der Atlantikküste erhielt am 17.August 1960 offiziell seine Souveränität, wurde gleichzeitig aber in zahlreichen Verträgen zur "Zusammenarbeit" mit Frankreich verpflichtet.

Erster Präsident der République Gabonaise war Léon M’Ba. 1902 geboren, in Missionsschulen erzogen, hatte er als Bürgermeister von Gabuns Hauptstadt Libreville erste Verwaltungserfahrung gesammelt. Seit Februar 1959 amtierte er als Premier unter dem französischen Gouverneur. Geschickt gelang es M’Ba, alle Gegner auszuschalten, und so war es keine Überraschung, dass sein Bloc Démocratique Gabonaise die ersten Wahlen im Februar 1961 mit 99,75 Prozent der Stimmen gewann. Artikel 8 der kurz darauf verabschiedeten Verfassung räumte ihm weitreichende Vollmachten ein: "Der Präsident der Republik ist der Staatschef; er wacht über die Einhaltung der Verfassung; er garantiert durch seine Schiedsgerichtsbarkeit das Funktionieren der Staatsorgane ebenso wie die Aufrechterhaltung des Staates."

M’Ba nützte seine Vollmachten zur Disziplinierung des Parlaments, der verbliebenen Opposition und der demonstrierenden Studenten. Gelegentlich half er mit, Bürger öffentlich auszupeitschen, bei denen er Widerstandsgeist vermutete. 1964 löste er das Parlament auf und belastete Parteien, die an der Wahl teilnehmen wollten, mit einer Gebühr von 7500 US-Dollar – in der Gewissheit, dass außer der eigenen keine Partei in der Lage war, diesen Betrag aufzubringen.

Auch ohne Hilferuf aus Gabun eilt Frankreichs Militär gern zu Hilfe

Auch ohne Hilferuf aus Gabun eilt Frankreichs Militär gern zu Hilfe

Es kam zur Krise. In der Nacht vom 17. auf den 18. Februar 1964 putschten Militärs gegen das Regime. Frankreich, das fest zu M’Ba stand, schickte innerhalb von 24 Stunden Truppen nach Gabun, obwohl das im Kooperationsvertrag vorgesehene "Verlangen nach Hilfe" nicht vorlag und nachträglich fingiert werden musste. Die Franzosen machten kurzen Prozess und steckten die Aufständischen und ihre politischen Freunde ins Gefängnis oder schickten sie ins Exil. M’Ba gewann die Wahlen mit moderaten 54 Prozent der Stimmen.

Der umstrittene Afrika-Experte Jacques Foccart (1913 bis 1997), der als Berater vieler Präsidenten seit de Gaulle zum Strippenzieher der Pariser Afrikapolitik avancierte, und Frankreichs Botschafter in Gabun organisierten die Beziehungen zwischen den beiden Staaten so, dass das Le Gabon für Paris zum "privilegierten Jagdgrund" wurde, wie es der prominente französische Journalist Pierre Péan 1983 in seinem Buch Affaires africaines nannte. Das Land blieb mehr oder weniger in der Hand der ehemaligen Kolonialmacht.

Als M’Ba 1965 an Krebs erkrankte – er starb zwei Jahre später –, kümmerten sich französische Beamte in Paris und Libreville um einen Nachfolger. Der Blick fiel auf Albert-Bernard Bongo, der in Frankreichs Luftwaffe gedient und 1965 bereits einen steilen Aufstieg in der Regierung M’Bas hinter sich hatte, den er als "Vater" verehrte. De Gaulle persönlich "testete" den damals 30-Jährigen und befand ihn für geeignet. Rasch organisierten M’Ba und Foccart von Paris aus eine Verfassungsänderung, durch die Bongo Vizepräsident und nach M’Bas Tod 1967 dessen Nachfolger wurde.

Bongo, der sich nach seinem Übertritt zum Islam 1973 El Hadj Omar Bongo und seit 2003 Omar Bongo Ondimba nannte, erwies sich als gelehriger Schüler M’Bas. Im März 1968 dekretierte er ein Einparteiensystem. Das Mehrparteiensystem, so begründete er seine Entscheidung, bedeute für die "jungen afrikanischen Nationen" nur "Unordnung und Stagnation". Das System bescherte dem Staatschef sichere Wahlsiege: 1973 95,6 Prozent, 1979 das mathematische Traumresultat von 108,5 Prozent und 1986 etwas magerere 99,7 Prozent. 

Mit Bongo arrangierten sich alle Präsidenten von de Gaulle über Pompidou, Giscard d’Estaing, Mitterrand und Chirac bis zu Sarkozy . Und alle Präsidenten betrieben ihre Afrika-Politik praktisch am Parlament vorbei in einer domaine réservé . Jacques Chirac beschwor 1995 Bongos "Treue zu unseren gemeinsamen Idealen und unserem gemeinsamen Engagement für die frankoafrikanische Idee". Gabuns Abhängigkeit blieb bestehen. Der deutsche Politologe Stefan Brüne spricht von "asymmetrischer Interdependenz", in Bongos Sprache übersetzt: "Gabun ohne Frankreich ist wie ein Auto ohne Fahrer. Frankreich ohne Gabun ist wie ein Auto ohne Benzin."

Als Neben- und Mitregierung installierten sich in Gabun nicht nur die französischen Geheimdienste, sondern auch der Ölkonzern Elf Aquitaine (heute Total) sowie Firmen, die an den Holz- und Edelmetallschätzen des Landes interessiert waren, vor allem an Mangan und Uran. Gemäß den Kooperationsverträgen standen Frankreich stets privilegierte Lieferungsbedingungen zu. So gingen 1983 77 Prozent der Exporte ins "Mutterland", 70 Prozent der Investitionen kamen von dort.

Die 6 Milliarden Franc (heute ist ein Euro 6,5 Franc wert), die Frankreich in jenem Jahr nach Gabun pumpte, dienten weniger der Entwicklung als dem Konsum – vor allem französischer Waren. So flossen für jeden Franc, der nach Gabun gelangte, 2,8 Franc nach Frankreich zurück. Im Laufe der Jahre verkümmerte die Landwirtschaft völlig: Nur ein Prozent des Bodens wurde Ende der achtziger Jahre dafür genutzt; 80 Prozent der Lebensmittel mussten eingeführt werden. Zweimal war das Land Weltspitze: 1984 im Pro-Kopf-Verbrauch von Champagner und 2009 bei der Kindersterblichkeit.

Der Ölboom der Siebziger machte Gabun zu einem für Afrika reichen Land. Das heißt, er machte Bongos Familie reich und eine kleine Oligarchie sowie den Ölkonzern Elf. Noch 1999 verfügte, wie der in Kinshasa geborene, in Paris lehrende Historiker Elikia M’Bokolo 2009 in seinem Buch Méditations africaines vorrechnete, ein Prozent der Bevölkerung über 80 Prozent des Volkseinkommens. 

Der ewige Präsident hinterlässt ein gewaltiges Vermögen

Der ewige Präsident hinterlässt ein gewaltiges Vermögen

Der Ölkonzern Elf baute in jener Zeit parastaatliche Sicherheitsdienste auf und verknüpfte seine Interessen mit denen der politischen Eliten und Parteien in Frankreich. Er zahlte selbstverständlich auch an Bongo; der Präsident wiederum griff, unterstützt vom clan gabonais, das heißt von den in Gabun lebenden Franzosen, mit seinem Vermögen direkt in die französische Politik ein. Er "beschenkte" zahlreiche Pariser Spitzenpolitiker und bedachte die Parteien. Die Literatur zu all den Schmiergeldskandalen füllt mittlerweile Regalmeter.

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Darüber hinaus wurde das Land zu einer Art Drehscheibe für Frankreichs Afrikapolitik. Von Gabun aus intervenierten französische Elitetruppen im Tschad, in Benin, im Niger, im Kongo, in Zaire, in Mauretanien und der Zentralafrikanischen Republik. Vielerorts agierten die Geheimdienste verdeckt, das heißt mit Waffenlieferungen und Söldnern – wie in Biafra, im Kongo und in Angola. Manchmal gab es auch fatale Pannen: So wurden französische Soldaten, die 1983 im Tschad operierten, mit Raketen beschossen, die Mitterrand zuvor an Libyen hatte liefern lassen. Pierre Péan spricht von "einem Extremfall von Neokolonialismus an der Grenze zur Karikatur".

Das gilt auch für die Innenpolitik Bongos. "In Afrika", bekannte er noch 2001, "ist die Bedeutung des Begriffs ›Staat‹ oft unbestimmt, während diejenige von ›Chef‹ klar ist. Der Chef hat seine Rolle und seine Privilegien. Wenn er kein Geld zu verteilen hat an sein Land und seine Mitbürger, wird er weder geachtet noch beachtet. Man muss zahlen, ich zahle!"

Bongo regierte autokratisch, doch ohne offene Brutalität. Gabun galt als "stabil". Bongos Rolle bei den Morden an Oppositionellen wie Joseph Rendjambe und Germain M’Ba, dem ehemaligen Botschafter Gabuns in Bonn, oder an Robert Luong, einem Liebhaber von Bongos Gattin Marie-Joséphine, blieb indes ungeklärt.

Nach Streiks und Protesten – die im Land stationierten französischen Truppen schlugen sie nieder – entschied sich der ewige Präsident 1990, andere Parteien zuzulassen. Getreu seiner "Ich zahle"-Philosophie kaufte er sich die wichtigsten Oppositionellen und gewann die Wahlen 1993 mit 51,2 Prozent der Stimmen. Pater Paul M’Ba Abessole, einer der Gekauften, nannte das "gesellige Demokratie". Fünf Jahre später erzielte Bongo dank der "Geselligkeit" der Opposition eine glatte Zweidrittelmehrheit, die er bei seiner letzten Wiederwahl 2005 auf 79,2 Prozent zu erhöhen verstand.

Omar Bongo Ondimba starb am 7. Juni 2009 in Barcelona. Er hinterließ ein Vermögen, das auf 2,7 Milliarden Euro geschätzt wird, dazu gehörten zig Villen, etliche davon in Frankreich. Als sein Nachfolger wurde Sohn Ali nominiert, der schon zuvor verschiedene Ministerämter bekleidet hatte. Im August 2009 gewann er die Wahlen, die vom Vorwurf massiver Manipulation begleitet waren, mit geradezu seriös wirkenden 41,7 Prozent der Stimmen. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy gratulierte als einer der Ersten.

Der Autor ist Publizist und lebt in Frankfurt am Main