Seit sechs Jahren residiert ein gewisser Heinz Fischer im Leopoldinischen Trakt der Hofburg. Verständlich, dass die Habsburger endlich zurückkehren wollen in ihre angestammten Gemächer. Dafür nehmen sie sogar einen republikanischen Umweg in Kauf. Daher geht Ulrich, ein eher unkonventionelles Mitglied des Erzhauses, nun Unterschriften sammeln, damit ihn seine weiland Untertanen anschließend zum Staatsoberhaupt wählen können. Höchst unkonventionell, aber selbst Karl – nicht nur das Oberhaupt der Familie, sondern auch deren intellektuelles Aushängeschild – unterstützt seinen Verwandten. In diesem Zusammenhang belieben Hoheit auf die Menschenrechte zu verweisen, welche den Habsburgern zeit ihrer Regentschaft stets ein heiliges Gut waren. Weshalb die vielen Völker der Krone bekanntlich nur unter großem Wehklagen aus dem gemeinsamen Reich geschieden waren.

Karl, von Gottes Gnaden derzeit arbeitslos, verfügt noch über andere Talons in seinem kaiserlichen Ärmel. Haben nicht sogar die Gewerkschaften alles zurückbekommen, was ihnen die Nazis einst nahmen? Nur seine Familie wurde übergangen. Das ist in der Tat ungerecht, da ja die Proleten zunächst begeistert in einen Weltkrieg gezogen waren, den die Habsburger nicht gewollt hatten, nach ein paar Jahren aber so lange streikten, bis alles in Trümmern lag, auf denen es sich dann das rote Pack in höchsten Staatsämtern bequem machte. Schon allein deshalb hat sich Ulrich eines alten Mottos seiner Familie besonnen: Mögen andere Kriege führen, du, glückliches Österreich, wähle!