Die schönste Umschreibung für Powerpoint-Präsentationen habe ich neulich von einem Kommunikationswissenschaftler gehört: "Gedanken in Brühwürfeln". Wie treffend, sind doch die meisten Präsentationen ohne verdünnende Erklärungen tatsächlich ungenießbar.

Ausprobiert – jede Woche eine technische Errungenschaft im Alltagstest © Getty Images

Und wenn Redner einem wieder und wieder dieselbe pastellfarbene Suppe vorsetzen, bekommt man irgendwann wirklich Bauchschmerzen. Zumal viele Köche nicht mit Geschmacksverstärkern geizen – tanzenden Buchstaben oder fliegenden Wörtern zum Beispiel.

Wie wäre es also mit einem neuen Rezept? Als Zutaten braucht man lediglich das Online-Tool Prezi, das es seit einigen Tagen in einer neuen Version gibt, und ein paar kluge Gedanken.

Die Zubereitung ist denkbar einfach: Anstatt wie bei Powerpoint viereckige Folien mit Text zu füllen, notiert man mit Prezi seine Gedanken auf einer endlosen freien Fläche – wie auf einem riesigen Papierbogen. Dazu nehme man die Maus oder die Pfeiltasten und platziere Textschnipsel, Videos, Bilder, Töne, wohin man will. Wer möchte, kann die Elemente nach Gusto vergrößern, verkleinern, drehen oder gruppieren.

Dass dabei Haute Cuisine entstehen kann, zeigt sich, wenn angerichtet wird: Beim Präsentieren schwenkt Prezi elegant von einem Gedanken zum nächsten. Entweder in einer festgelegten Reihenfolge oder – und das macht es so delikat – wie es dem Redner gerade beliebt.

So bekommt jeder Vortrag seine eigene Würze – wohl bekomms!