Emanuel Lasker – Denker Weltenbürger Schachweltmeister erschienen. Dieser deutsche Weltmeister (1894–1921), der weit länger als jeder andere auf dem Schachthron saß, wird nun endlich mit einem in jeder Beziehung schwergewichtigen Werk gewürdigt, zu dem eine Reihe namhafter Autoren, darunter Wiktor Kortschnoj, Michael Negele, Robert Hübner und Susanna Poldauf beigetragen haben. Rundum gelungen – ein Opus magnum!

Ende letzten Jahres ist die Monografie

Lasker schrieb Bücher über Philosophie, ein Drama mit seinem Bruder Berthold, er entwarf Spiele, nach ihm ist ein mathematisches Theorem benannt. Nicht nur die Webseite Chessbase.de sieht in ihm "eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der deutschen und internationalen Geistesgeschichte".

Der befreundete Albert Einstein, mit dem er dessen Relativitätstheorie kontrovers diskutierte, schreibt zu seinem 60. Geburtstag: "Emanuel Lasker ist einer der stärksten Geister, denen ich auf meinem Lebensweg begegnet bin… Der amor dei intellectualis ist sein einziger Gott, verkörpert in Mathematik und spekulativer Philosophie. Ich liebe seine Schriften unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt als die Früchte eines großen originalen und freien Geistes."

Mit welch feinem Zug wob der schon 65-jährige Lasker als Schwarzer 1934 in Zürich ein Mattnetz um den weißen König des Holländers Max Euwe, der ein Jahr später Aljechin den Weltmeistertitel entreißen sollte?

Lösung aus Nr. 7:
Mit welchem Opferschlag hätte Weiß gewinnen können? Nach dem Damenopfer 1.Dxb5+! axb5 (auch 1…Kf8 2.Dxc4 ist hoffnungslos) 2.Txa8+ Ke7 3.Ta7+ Kf6 4.Txf7+ Kxf7 5.Kf1 hat Weiß ein gewonnenes Bauernendspiel. Hingegen ergäbe das (Schein-)Turmopfer 1.Txa6 Txa6 2.Dxb5+ Kf8 3.Dxa6 Dg6+ nur ein Remis durch Dauerschach: 4.Kf1 Db1+ usw.