5. Nützt es etwas, wenn man wenigstens den Spekulanten das Handwerk legt?

Spekulanten lieben Krisenzeiten. Sie setzen ihr Geld darauf, dass andere scheitern: Firmen, Banken, Währungen und ganze Staaten. Derzeit zum Beispiel kursieren viele Gerüchte über eine Verschwörung gegen den Euro und gegen das britische Pfund. Auf diese Weise verdienen Finanzakteure, deren Geschäftswelt doch gerade erst von den Staaten teuer gerettet wurde, nun an der öffentlichen Schuldenkrise.

Sicher haben einige Hedgefonds auch exzellent verdient, weil sie die Entwicklung einer Währung richtig einschätzen oder gar den Wechselkurs für kurze Zeit in eine Richtung lenken konnten. Doch auf dem Euro-Dollar-Markt werden jeden Tag mehr als 1000 Milliarden Dollar umgeschlagen. Gegen solche Größenordnungen kommen auch Hedgefonds dauerhaft nicht an.

Gegen Griechenland spekulieren dieser Tage viele Akteure. Sie verschärfen damit die Krise. Doch das Problem haben sie nicht geschaffen. Dass kaum ein privater Investor den Griechen Geld leihen will, liegt an der desaströsen Lage im Land.