Donnerstag, 25. Februar

In Baden-Württemberg dürfen ab dem 1. März die Tankstellen nachts keinen Alkohol mehr verkaufen. Wenn ich mich an meine Jugend erinnere – da ging es einerseits im Alltag oft autoritär zu, andererseits war, von heute aus gesehen, fast alles erlaubt. Heute sind wir total locker, und alles ist verboten.

Gleichzeitig gibt es diese verlogene Rhetorik des "immer mehr", immer mehr Gewalt, immer mehr Missbrauch, immer mehr Antisemitismus, immer mehr Steuerbetrug, alles immer mehr. Demnach wären die sechziger Jahre das Paradies gewesen. Damals, als Rauchen, Trinken, Nazireden in der Kneipe und Steuerflüchten kein Problem gewesen sind.

Zu Bischöfin Käßmann: Warum eigentlich nicht in allen Gemeinden einen Alkoholmissbrauchsbeauftragten einsetzen?

Man müsste das Gender-Mainstreaming-Unwesen abschaffen und dieses Geld in die Schulen stecken, davon hätten die Mädchen mehr. Aber aus dieser Luftnummer kommt man nicht mehr heraus, es hängen mittlerweile ja auch sehr viele Arbeitsplätze am Gender Mainstreaming. Das ist wenigstens mal eine Branche, die boomt.

Soll ich in einer Kolumne fordern, dass statt der Hartz-IV-Empfänger die Gender-Mainstreaming-Professorinnen zum Winterdienst eingesetzt werden? 90 Prozent der Schneeschipper und Eishacker, die ich sehe, sind männlich – das geht doch nicht. Da werden doch geschlechtsspezifische Verhaltensweisen verfestigt.

Freitag, 26. Februar

Einen Keller auszuräumen und immer wieder Dinge in der Hand zu halten, die einmal zum Leben gehört haben und wichtig waren, zu wichtig, um sie wegzuwerfen, aber das Aufheben hat sie nicht gerettet.