Prothesen, Implantate, Schrittmacher: Geht im menschlichen Körper etwas kaputt, haben Ärzte oft künstlichen Ersatz parat. Doch für gewisse Körperteile, wie Leber, Niere, Herz und Lunge, braucht es noch immer Spenderorgane. Der menschliche Körper ist somit nur in Teilen austauschbar.

Dank moderner Technik können manche Organe von Mensch zu Mensch übertragen werden. Bei Nieren (2800 Organspenden jährlich), bei Leber (1100), Herz (400) und Lunge (250) übersteigt der enorme Bedarf die Zahl der Spender aber deutlich. Die Transplantation vom Tier zum Menschen gilt deshalb als Ausweg aus dem Mangel an Spenderorganen, für die Zukunft jedenfalls.

Die Infografik zeigt, welche Möglichkeiten Ärzten zur Verfügung stehen und welche Probleme bei Transplantationen von Mensch zu Mensch oder Tier zu Mensch auftreten.

Weniger problematisch sind zum Beispiel Arm- oder Beinprothesen. Bei einer Armprothese setzen Sensoren in der Schulter Muskelreize in Bewegungen um: Durch Anspannen der Schultermuskeln lassen sich so künstliche Hände und Ellenbögen steuern. Ein Bein lässt sich bis hinauf zur Hüfte ersetzen. Prothesen mit elektronisch gesteuerten Gelenken deuten die Schritte des Patienten – und bewegen sich dementsprechend.

Bei den Gelenken hält die Hüfte den Rekord: Mehr als 150.000 "künstliche Hüften" werden jährlich implantiert. Anderthalb Stunden dauert der Eingriff, meist werden Gelenkkopf und -pfanne ausgetauscht. Drei Viertel dieser Prothesen halten länger als 25 Jahre.

In der Testphase hingegen ist noch der Netzhautchip. Fotodioden sollen künftig als Netzhaut (Retina) dienen. Sie wandeln Licht in elektrische Impulse um, die ein Chip zum Sehnerv schickt. Bislang sind Licht und Schatten erkennbar, Bilder jedoch noch nicht.

Weitere "Ersatzteile" vom Brustimplantat bis zum Zahnersatz zeigt die Infografik, die Sie hier als PDF-Datei herunterladen können.

Eine Übersicht der Infografiken aus der Serie "Wissen in Bildern" finden Sie hier.