Er sitzt in einem Haus aus Glas, und er lässt mit Steinen werfen. Würde er aufschauen von der Tischplatte, auf der sein Blick und seine Hände ruhen, sähe er einen mit Fernsehkameras, Fotoapparaten und Menschen gefüllten Saal, Notizblöcke auf Knien, aufmerksame Gesichter. Ulrich Homburg sähe Leute, die seinen Kopf wollen.
Es ist eng im 21. Stock des Verwaltungshochhauses der Deutschen Bahn am Potsdamer Platz in Berlin. Männer, Frauen und Technik drängen sich im Saal. Es werden Gründe für ein beispielloses Versagen bekannt gegeben, und nebenbei werden auch Kräfteverhältnisse deutlich. Ganz klein sieht die Welt von hier oben aus, vor allem die Berliner Machtzentren wirken sonderbar unauffällig. Das Bundeskanzleramt, der Bundestag, die Bürohäuser der Abgeordneten, die Ministerien und das Rote Rathaus. Die Aufsichtsbehörde der Bahn, das Eisenbahn-Bundesamt, ist überhaupt nicht zu sehen. Zu weit weg von hier.