Wussten Sie, wie rabiat das Männchen des Europäischen Maulwurfs (Talpa europaea) versucht, den Erfolg der eigenen Gene zu garantieren? Nach der aggressiv vorbereiteten Paarung verschließt er kurzerhand die Vagina des Weibchens mit einem harzähnlichen Pfropfen. Konkurrenten haben keine Chance mehr, ihren Samen im Weibchen zu platzieren.

Unter Gänsen (Anserinae) muss der Ganter nach erfolgreicher Begattung das Weibchen fürchten. Die Männchen verfügen, wie Enten, über einen erigierbaren Penis von bis zu 10 Zentimetern Länge. Da sich der Penis nach der Kopulation nur langsam wieder zurückverlagert, tritt der Ganter die Flucht an, denn das Weibchen attackiert gerne das beste Stück.

In unserer Infografik erfahren Sie, weitere originelle Fortpflanzungsformen etwa unter Forellen, Gartenkreuzspinnen oder Weinbergschnecken. Hier können Sie die Grafik als PDF-Datei herunterladen.

Besonders einfallsreich in ihrem Paarungsverhalten sind übrigens Grillen (Gryllidae). Das rückwärtige Besteigen findet man ebenso wie unten liegende Männchen oder bloßen Kontakt der Hinterteile. Manche Weibchen laufen gar während des Aktes herum und ziehen das Männchen hinterher.

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