Das schönste Wort in der Refrainzeile "Yippie Yippie Yeah, Krawall und Remmidemmi!" ist natürlich das letzte, weshalb die Hip-Hop-Band Deichkind auch ihren ganzen Partyhit so genannt hat. Die Assoziation mit den Krawallen am 1. Mai führt aber in die Irre. Eher ist das verwandte österreichisch-bairische "Remisuri" gemeint, was so viel heißt wie "Ausgelassenheit der Kinder bei Abwesenheit der Eltern". Eine Verwandtschaft zum islamischen Fastenmonat "Ramadan" scheint abwegig. Der Partyschlachtruf "Remmidemmi" birgt aber eine kindliche Sehnsucht, sich richtig auszutoben, die dem Fastenbrechen sehr nahe kommt. Es geht um Spiel, Spaß und Gewalt – nur unterhalb der Wahrnehmungsschwelle von Jugendstrafrecht und Straßenverkehrsordnung. Die Botschaft lautet daher: Erst machen wir richtig Remmidemmi, aber nachher auch alles wieder sauber.

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