Olympia United! – Dresden 2008 (Verlag Schach Wissen Berlin) nacherleben. Sehr unterhaltsam und mit den vielen Fotos ein Augenschmaus! Allerdings auf Englisch, das Augenmerk zielt offensichtlich über die deutschsprachige Gemeinde hinaus.

Ende 2008 fand in Dresden die Schacholympiade statt, ein großes Völkerfest mit 141 Ländern. Zum zweiten Mal hintereinander wurde bei den Männern Armenien aufgrund seines Teamgeists überraschend Olympiasieger, worauf der herbeigeeilte schachbegeisterte Staatspräsident Sarkisjan sie gleich mit Sack und Pack in seiner Präsidentenmaschine mit nach Hause nahm. Und ebenso überraschend führte die schon 47-jährige Exweltmeisterin Maja Tschiburdanidse mit einem grandiosen Auftritt Georgien zum Sieg bei den Frauen. Dies und vieles mehr kann man nochmals in

Der polnische Großmeister Grzegorz Gajewski schildert eindrucksvoll, wie ihn während seiner Partie gegen den französischen Großmeister Sebastian Maze eine völlige Schachblindheit heimsuchte (wofür schon der große Schachmeister und Arzt Siegbert Tarrasch die Diagnose "Amaurosis scacchistica" schuf): "Ich hatte noch 20, er nur noch 2 Minuten Bedenkzeit auf der Uhr. Plötzlich hörte mein Kopf auf zu arbeiten, nur meine Hände machten noch Züge." Aus einer völligen Gewinnstellung landete Gajewski als Weißer in der Diagrammstellung, die er immer noch günstig einschätzte (1...Txh7 2.Txg6+ Kh8 3.Ld4+). Aber nach dem folgenden verblüffenden Donnerschlag von Schwarz bereits aufgab. Was kam?

Lösung aus Nr. 19:
Wie rückte Weiß mit einem Opfereinschlag dem etwas verwaisten schwarzen König zuleibe und gewann in wenigen Zügen? Das Turmopfer 1.Txh7! drohte unmittelbar 2.Df7 matt (1...Tf8 2.Txh8+!). Nach 1...Kxh7 2.Df7+ Lg7 3.Lf6 Tg8 krönte 4.Le8! die Mattkombination. Schwarz gab auf, denn das Matt ist unausweichlich: 4...Lf5 5.exf5 Ta8xe8 6.Dxg6+ Kh8 7.Dh6 matt