1. Pausen sind wichtig

"Ich schicke Spieler gerne mal für kurze Ferien nach Hause. Mal ein Training zu verpassen, das ist nicht so schlimm."

2. Darüber reden

"Ich spreche jeden Fehler sofort an. Auch wenn Sie zum Beispiel eine falsche Frage stellen, werde ich Ihnen das sofort sagen. Kommunizieren heißt für mich, dass ich dem Spieler viel erkläre, damit er sich nicht für eine dumme Gans hält. Jedes Training ist Kommunikation. Ein wichtiger Tag ist der Montag. Die medizinische Versorgung an diesem Tag wurde bei meinem Antritt ausgeweitet, sodass die Spieler mehr Möglichkeiten bekamen, spontan miteinander zu reden."

3. Auf den Zusammenhang achten – auch im Internet

"Wir leben im Computer-Zeitalter. Viele Menschen verstehen es leider nicht mehr, sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Ich halte auch nichts von diesen bekannten Videofilmen von Stürmern mit ihren schönsten Toren. Ich will diesen Stürmer immer in seiner Beziehung zu anderen Spielern sehen."

4. Notizen machen

"Was man nicht aufschreibt, gerät einfach viel schneller in Vergessenheit."

5. Kinderstube nicht vergessen

"Eine halbe Stunde vor dem Training in der Umkleidekabine sein, die Sachen gut aufräumen, nicht die Zeitung lesen, wenn man gemeinsam am Tisch sitzt, ein gepflegtes Äußeres und nach dem Wettkampf rechtzeitig zurück im Spielerbus. Als ich in die Kabine kam, bin ich von Spieler zu Spieler gegangen und habe alle per Handschlag begrüßt. Einige Spieler haben mir nicht ihren Namen gesagt. Weil sie wohl dachten, dass ich sie kenne. Dann bin ich wieder zu ihnen hin, habe ihnen noch mal die Hand gereicht, ihnen in die Augen geblickt und gesagt: Angenehm, Louis van Gaal. Daraufhin habe ich ihren Namen erfahren... Das ist Erziehung."

6. Diskret bleiben

"Alles, was in der Kabine passiert, muss unter Männern bleiben."

7. Sich integrieren

"Wer in Deutschland spielt, muss sich der Kultur anpassen. Dazu gehört die Sprache."

8. Es erst im Guten versuchen

"Ich bin selbstbewusst, höre mir aber die Argumente der anderen an, und dann entscheide ich letztlich. Ich glaube mehr an Harmonie als an Strafe. Ich bin nicht streng – nur in meinen Beobachtungen und Urteilen. Sie dürfen nicht glauben, man müsse duzen, um jemanden zu lieben."

9. An andere denken, auch wenn man es nicht muss

"Ich schreibe viele Autogramme. Deshalb war ich immer populär, auch bei schlechten Resultaten."

10. Prioritäten setzen

"Ich kann so eine Kaffeemaschine bedienen. Aber ich will nicht."