Der Rest ist eher uninteressant. Da protzt etwa Hickel mit großen Detailkenntnissen zu den historisch-politischen Verhältnissen in Griechenland ("das Osmanische Reich hat bis heute seine Spuren hinterlassen"), und Flassbeck kontert auf Anfrage kühl, dass es "nicht gut ist, sich in den Details des Landes zu verirren". Bei all dem Krach könnte der wichtigste Punkt fast untergehen: Beide Professoren warnen schon seit Jahren vor den wachsenden Ungleichgewichten in der Euro-Zone. Sie haben dies bereits getan, als es (fast) niemand hören wollte. Vielleicht geht es bei diesem Streit, wie so häufig in der akademischen Welt, auch gar nicht darum, wer recht hat. Vielleicht geht es darum, wem eigentlich das Copyright auf die Krisendeutung zufallen soll.