Es gibt zwei Techniken, mit denen man ein Haus vor Blitzschäden bewahrt, den inneren und den äußeren Blitzschutz. Und erst wenn beide nach dem Stand der Technik installiert sind, kann man sich bei Gewitter auch tatsächlich sicher fühlen.

Der äußere Blitzschutz, im Volksmund Blitzableiter genannt, soll verhindern, dass eine Entladung direkt das Haus trifft. Metallene Drähte fangen den Blitz ab und leiten seine Ladung in den Erdboden ab.

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Blitze können aber auch noch andere Wege nehmen – über alle Leitungen, die ins Haus hineinführen, also das Strom-, Telefon-, Kabel-, Gas- und Wassernetz. Dagegen hilft der innere Blitzschutz. Der sorgt für den sogenannten Potenzialausgleich: Alle Leitungssysteme sind miteinander verbunden und geerdet. Außerdem wird das Stromnetz gegen Überspannungen gesichert, damit empfindliche Geräte keinen Schaden nehmen.

Die meisten neueren Gebäude verfügen über einen guten Blitzschutz, auch wenn dessen Installation für Einfamilienhäuser immer noch freiwillig ist. Und was das Duschen angeht: Heute sind die meisten Wasserleitungen im Haus aus Kunststoff. Wohnen Sie aber in einem Altbau, oder sind Sie aus anderen Gründen nicht sicher, ob Sie sich in einem ausreichend geschützten Haus befinden, dann sollten Sie lieber vorsichtig sein – denn in diesem Fall kann der Blitz tatsächlich über die Wasserleitung in die Dusche fahren. Zum Glück sind Gewitter meistens kurz, sodass man die Körperreinigung durchaus aufschieben kann. 

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