DIE ZEIT: Herr Monaghan, warum machen Sie bei der Spendenaktion "The Giving Pledge" mit?

Thomas S. Monaghan:Bill Gates hat mich angerufen und mich gefragt, ob ich dabei sein will. Wir hatten nie zuvor miteinander gesprochen oder uns getroffen.

ZEIT: Und da haben Sie einfach gesagt: Mein Vermögen weggeben, klasse Idee, wo darf ich unterschreiben?

Monaghan: Ja, genau. Es ist eine großartige Idee für Leute, die finanziell erfolgreich sind, ihrem Erfolg einen tieferen Sinn zu geben. Sie sollten anderen Menschen helfen, statt ihr Geld zu verschwenden. Ich hatte mich ja schon lange vor der Initiative so entschieden.

ZEIT: Früher haben Sie seltene Automobile gesammelt.

Monaghan: Ich hatte 244 Modelle. Ich hatte all diese Spielsachen, die Jachten, die Kunstsammlungen, die Helikopter und die Villen. Alles, was sich ein Mensch auf dieser Welt nur wünschen kann, habe ich mir erfüllt. 

ZEIT: Dann haben Sie alles verkauft.

Monaghan: Das war eine solche Erleichterung!

ZEIT: Auch alle Autos?

Monaghan: Alle bis auf eins. Ein Cabrio von 1942, das hat 60.000 Dollar gekostet.

ZEIT: Was hat Sie zum Verzicht bewegt?

Monaghan: Ich bin katholisch erzogen. Ich vertrete so eine Art Gegenkultur in diesem Land. Hier herrschen Konsumsucht, Materialismus und die Abwendung von Gott.

ZEIT: Aber sind Konsum und Materialismus nicht die Kräfte, die ein Pizza-Imperium wie Ihres erst möglich machen?

Monaghan: Ich glaube nicht, dass Pizza zur Konsumsucht beiträgt oder ein Luxusprodukt ist. Es ist auch kein Junkfood, sondern bietet die ausgewogensten Nährwerte aller Fast-Food-Optionen. Okay, vielleicht haben manche zu viel davon gegessen.