Vor ein paar Wochen in der Hamburger U-Bahn. Zwei Fußballfans, vielleicht 20, unterhalten sich. "Für mich", sagt der erste, "wird die AOL-Arena immer die AOL-Arena bleiben." Der zweite nickt. So ist das mit der Nostalgie. Noch vor ein paar Jahren, als die ersten Fußballstadien kommerzielle Namen bekamen, waren sich Fans sicher, dass sie den alten Namen auf ewig treu sein würden. (Um die Karte zu vergrößern klicken Sie hier)

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Zum Beispiel in Leverkusen: Ulrich-Haberland-Stadion! Wie herrlich sich das doch aussprechen ließ in Radiomoderatorendehnung, wie unsinnlich waren dagegen all die neuen Dreibuchstaben- und Kunstnamen. Die neuen Namen würden nie den Weg in die Herzen der Fans finden, hieß es, all die Millionen für Namensrechte würden vergebens gezahlt worden sein.

In Wirklichkeit gewöhnen sich die Fans schnell, und auch wenn noch kein Mensch weiß, dass das Stadion, in dem der HSV spielt, neuerdings Imtech-Arena heißt: Wenn die Firma lange genug zahlt, wird den Jungen dieser Name so leicht von den Lippen gehen wie den Alten Ulrich Haberland, der übrigens auch nur ein Chemie-Manager war.