Im Gedächtnis der Filmgeschichte ist der Regisseur und Produzent Friedrich Zelnik (1885 bis 1950) vor allem wegen seiner ambitionierten, agitatorischen Version von Hauptmanns Die Weber aus dem Jahr 1927. Seinerzeit freilich schätzte man ihn eher als soliden Handwerker. Zusammen mit seiner Ehefrau, der Tänzerin und Schauspielerin Lya Mara, gründete er verschiedene Produktionsgesellschaften. 

Dort, zwischen Erfolgen und Pleiten, wurden unter anderem zwei ureigene deutsche Filmgenres auf den Weg gebracht, der Heimatfilm etwa mit Die Försterchristl (1925) und An der schönen blauen Donau (1926) sowie der Edgar-Wallace-Krimi mit Der rote Kreis (1928). Spione im Savoy Hotel (Koch Media) war 1932 eine von Zelniks letzten Regiearbeiten in Deutschland, bevor er nach England floh.

Der Film ist ein Hybrid aus Nummernrevue (unter anderem mit den Comedian Harmonists), ziemlich unwichtiger Kriminalhandlung und sehr schlichtem Humor. Neben der Besetzung (Alfred Abel, Olga Tschechowa) kann man hier aber noch einmal eine kosmopolitische Eleganz bewundern, die dann rasch im urbanen Biedermeier des "unpolitischen" Unterhaltungsfilms der Nazis neben so vielem anderen verloren ging.