Dopamin ist ein Neurotransmitter, ein Botenstoff im Gehirn, der vor allem bei Glücksgefühlen ausgeschüttet wird. Dopamin beziehungsweise der verwandte Stoff L-Dopa wird auch bei der Behandlung psychischer Störungen und der Parkinson-Krankheit eingesetzt.

Empathie ist die Fähigkeit, sich in die Gemütslage eines Gegenübers hineinzuversetzen. Nicht nur Menschen verfügen über diese Fähigkeit, sondern auch viele Säugetiere.

Endorphine sind vom Körper selbst produzierte Opioide. Sie werden zum Beispiel bei Schmerz ausgeschüttet, haben zudem eine euphorisierende Wirkung. So wird vermutet, dass das "Runners High" von Langstreckenläufern auf die Ausschüttung von Endorphinen zurückzuführen ist.

Der Hirnstamm ist der stammesgeschichtlich älteste Teil unseres Gehirns, auf dem die höher entwickelten Schichten aufbauen. Er hat sich seit Jahrmillionen nicht wesentlich verändert, daher wird er auch das "Reptiliengehirn" genannt. Der Hirnstamm steuert unwillkürliche Funktionen des Körpers: Kreislauf, Atmung, schnelle Reaktionen auf Signale der Sinnesorgane, und er fungiert als Taktgeber vieler Körperfunktionen.

Das mesolimbische System ist das "positive Belohnungssystem" des Gehirns. Es sorgt für Glücksgefühle, zum Beispiel wenn wir etwas gelernt haben. Dann schüttet es den Transmitter Dopamin aus. Es lässt sich aber auch durch Drogen aktivieren.

Der Nucleus accumbens ist eine kleine Struktur im Vorderhirn, es gibt je einen auf der linken und auf der rechten Seite. Das Dopamin, das vom mesolimbischen System ausgeschüttet wird, entfaltet hier seine euphorisierende Wirkung.

Der Quintenzirkel ist ein Begriff aus der Musiktheorie. Die zwölf Dur- und zwölf Moll-Tonarten werden in aufsteigenden Quinten so angeordnet, dass man nach zwölf Schritten wieder beim Ausgangspunkt ankommt. Viele harmonische Strukturen der abendländischen Musik lassen sich mit dem Quintenzirkel gut veranschaulichen.Wenn Udo Jürgens also im Interview vom Quintenzirkel spricht, meint er damit die harmonischen Traditionen unserer Musikkultur.

Semantisches Priming ist ein Begriff aus der Sprachpsychologie. Es bezeichnet die Tatsache, dass die Verarbeitung eines Worts schneller geschieht, wenn ihm ein inhaltlich verwandtes Wort vorhergegangen ist. Man versteht das Wort "Schule" schneller, wenn vorher schon von einem "Lehrer" die Rede war. Der Begriff wird aber nicht nur auf Sprachverarbeitung, sondern auf Reize aller Art angewandt.

Spiegelneuronen wurden 1995 von dem Hirnforscher Giacomo Rizzolatti entdeckt. Der fand heraus, dass bei einem Affen bestimmte Hirnzellen nicht nur dann feuerten, wenn das Tier eine bestimmte Handlung ausführte, sondern auch dann, wenn es diese Handlung bei anderen beobachtete. Der Affe machte die Bewegung also "innerlich mit". Spiegelneuronen gelten als Grundlage für die Fähigkeit zur Empathie.