Große Aufregung um neue Vollmilchpackungen: Sie sind auch in Türkisch ( Süt ) beschriftet. Das fördere die Entstehung von Parallelgesellschaften, befürchten die Freiheitlichen. Als Nächstes werde wohl ein Minarett die Manner-Schnittenpackung zieren anstatt des gewohnten Stephansdomes. Daher fordert die FPÖ eine deutschsprachige Produktkennzeichnungspflicht. Sie soll verhindern, dass es künftig noch mehr österreichische Produkte mit türkischer oder gar arabischer Aufschrift gibt. Dieses Notstandsgesetz gegen die Überfremdung im Kaufmannsladen kommt aber leider zu spät. Der Rote Stier, eine eigen schmeckende Flüssigkeit, die als Met der jungen Nachtschwärmer gilt, ist ja längst auf dem Markt. Ebenso ein erdbraunes Gesöff, das als multikultureller Durstlöscher angepriesen wird. Auch Sprite, zu Deutsch Kobold, gleichfalls ein Softdrink, korrekt: Sanftgetränk, steht in allen Selbstbedienungsregalen. Nicht zu vergessen hochprozentige Substanzen, die immer noch fremdländische, unaussprechliche Namen tragen. Die deutsche Sprache sei ein heiliges Gut, beschwört die FPÖ-Heimseite im weltweiten Dazwischennetz unermüdlich. Also hinweg mit dem Asylantenfusel. Schnaps darf nicht umgevolkt werden. Natürlich bleibt der größte Skandal unbeachtet. Beim Kauf eines strombetriebenen Vergnügungsgerätes muss man sich in der Gebrauchsanweisung seitenlang durch Islamistenschrift kämpfen, bis man schließlich zu der deutschen Fassung gelangt? Darüber sollte man endlich reden!