Lange bevor der Massentourismus Südamerika erreichte, fuhr das junge Ehepaar Baumann im umgebauten VW-Bus über die Pisten der Panamericana. "Wir wollten als freie Fotografen leben", erinnert sich die heute 81-jährige Margrit Baumann.

Zwischen 1957 und 1959 waren die Schweizer unterwegs und schickten 200 Fotoreportagen an die Zeitungen in der Heimat. Sie porträtierten die Jivaro-Indianer im Amazonasurwald ebenso wie die Arbeiter in Ecuador, die teuer gehandelte Panamahüte für einen Hungerlohn flochten.

Margrit Baumann, fotografiert von ihrem Mann Ernst auf der Reise durch Syrien

Wie respektvoll sich Margrit und Ernst Baumann den fremden Kulturen näherten, zeigt der nun vorliegende Fotoband. Als Humanisten der Kamera würdigen die Herausgeber die Pioniere des Fotojournalismus, die später auch in Asien und Afrika recherchierten.

Wilfried Meichtry/ Nadine Olonetzky (Hrsg.): Margit & Ernst Baumann. Die Welt sehen. Fotoreportagen 1945-2000. Verlag Scheidegger & Spiess, Zürich 2010; 288 Seiten, 69 Euro