Warum hat er nicht gehört? "Schreib endlich übers Internet, Neil", hieß es allenthalben. Studenten und Kollegen, junge Fans und Freunde – sie alle erwarteten dasselbe von dem New Yorker Medienkritiker Neil Postman. Er sollte die Computerrevolution, sollte E-Mail und Online-Newsletter, virtuelle Gemeinschaften und Soziale Netzwerke ebenso unterhaltsam auseinandernehmen wie in den achtziger Jahren das Fernsehen. In Wir amüsieren uns zu Tode hatte er beschrieben, wie die Glotze uns in einen Strudel der Banalität zieht, unser Denken und unser gesellschaftliches Miteinander verwässert.