ZEITmagazin: Frau Mitscherlich, Sie sagten einmal in einem Interview, dass Frauen eine natürliche Disposition zur Unterwerfung hätten...
Margarete Mitscherlich: Was ich damit meinte, ist, dass der Geschlechtsverkehr ein aggressiver Akt des Mannes sein muss. Durch die Notwendigkeit, dass er zeugen muss, ist der Ärmste gezwungen, in den Körper eines anderen Menschen einzudringen. Und die Frau ist gezwungen, an diesem Übergriff Lust zu empfinden, sonst gäbe es keine Kinder auf der Welt. Es muss Einfühlung und Zärtlichkeit dabei sein, aber die Frau will und genießt es auch, dass der Mann aggressiv wird.
Margarete Mitscherlich: "Ich machte eine kleine Kopfbewegung"
Margarete Mitscherlich über die erste Begegnung mit ihrem späteren Mann.