Es ist gar nicht so lange her, da wollte VW eine Edelmarke werden, mit der es sich angeben lässt. Heute fahren von allen Großstadtbürgermeistern gerade mal zwei den VW Phaeton. Fast kann einem der Wolfsburger Oberbürgermeister ein wenig leidtun, denn er hat sicher keine andere Wahl, als VW zu fahren, so wie der Bochumer den Opel und der Kölner den Ford.

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Den übrigen Bürgermeistern kommt es kaum darauf an, Volkstümlichkeit zu beweisen. ( Um die Karte zu vergrößern, klicken Sie hier ) Man fährt gerne die großen Autos (mit Ausnahme des Essener Oberbürgermeisters, der einen Škoda sein Eigen nennt – nach Auskunft seiner Mitarbeiter als Beweis für seinen Sparwillen). Die S-Klasse von Mercedes ist, so scheint es, besonders bei OBs in Landeshauptstädten beliebt, vielleicht wollen sie ja mit den Ministern dort mithalten.

Zwei Amtsträger haben einen Kompromiss gefunden: eine S-Klasse mit Hybridmotor. Nur im Osten scheut man den Mercedes, das große Symbol des Kapitalismus. Der Cottbuser Oberbürgermeister hat gar kein eigenes Fahrzeug. Er muss sich eins im Fuhrpark ausleihen.