Klicken Sie auf das Bild, um die Antarktis-Infografik als PDF-Datei herunterzuladen © Dieter Duneka

Am 21. Dezember scheint die Sonne am südlichen Polarkreis rund um die Uhr. Die Temperaturen steigen. Während es unmittelbar am Pol mit minus 30 Grad Celsius relativ kühl bleibt, herrschen an der Küste im Schnitt milde 9 Grad. Dennoch: Das Klima ist rau in der Antarktis, und so leben im Winter gerade einmal 1000 Menschen dort – auf einer Fläche von schätzungsweise 13,2 Millionen Quadratkilometern.

Würde man diese kleine Population auf den gesamten Kontinent verteilen, so stünde jedem eine Fläche von 13.200 Quadratkilometern zur Verfügung. Im Sommer wandern noch ein paar Forscher und Touristen hinzu, dann sind rund viermal so viele Menschen auf der Antarktis. Acht Länder erheben territoriale Besitzansprüche auf die Antarktis, die sich teils auch überschneiden: Argentinien, Australien, Brasilien, Chile, Frankreich, Großbritannien, Neuseeland und Norwegen. Zur tierischen Nachbarschaft auf dem Kontinent zählen unter anderem vier Pinguinarten. Ihr größter Vertreter ist der Kaiserpinguin, gefolgt von dem Adélie-, Esels- und Zügelpinguin.

Die Antarktis ist größer als Europa und damit der viertgrößte Kontinent der Erde. Ihre Fläche umfasst das Land, das Festlandeis und die großen Eisschelfe. 98 Prozent des Gebiets sind von Schnee und Eis bedeckt. Im Sommer schmilzt das Eis um den Südkontinent auf drei Millionen Quadratkilometer – das ist ein Sechstel der Winterfläche – zusammen. Würde die Antarktis abschmelzen, stiege der Meeresspiegel um etwa 65 Meter. Das Eis bindet mehr als zwei Drittel der weltweiten Süßwasservorräte.

Tief im Boden liegen uralte verborgene Seen. Von den insgesamt 280 Wasserbecken ist der Wostoksee das größte. Er liegt unter 4000 Meter dickem Eis und ist 25 Millionen Jahre alt. Und noch ein interessanter Fakt: Der antarktische Kontinent hat eine eigene Internet-Domain. Google spuckt 124.000 Treffer mit der Endung .aq aus. 

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