Es ist nicht bekannt, wem die verbotene politische Zeitschrift gehörte, die ein österreichischer Lokomotivführer im Jahr 1916 in der Nähe der Front des Ersten Weltkriegs findet. Einem friedensbewegten Major vielleicht, einem linken Sanitäter, einem ökonomisch interessierten Feldwebel? Auch weiß niemand, was passiert wäre, hätte der Lokführer mit dem Namen Michael Unterguggenberger das Heft liegen gelassen und sich auf das beschränkt, was der Kaiser von Österreich von ihm erwartete, hier in Galizien, in der heutigen Ukraine: lange Züge mit Munition und Truppen in die vorderen Linien bringen. Mithelfen, die Russen zu besiegen.
Historisches Experiment: Das Wunder von Wörgl
Wie bekommt man das Geld zum Zirkulieren und in hoffnungsloser Rezession die Wirtschaft in Schwung? Ein österreichischer Bürgermeister wagte 1932 ein erstaunliches Experiment