"Charleston!", schreit jemand, und die Party nimmt Fahrt auf. Eine prominente Gesellschaft ist vor der kalifornischen Küste mit einer Luxusjacht zum Wochenendausflug aufgebrochen. Da ist der begnadete Komiker, der gerade wegen Verführung einer Minderjährigen Schlagzeilen gemacht hat: Charlie Chaplin. Da ist der misanthropische Medienmogul, der alle Macht und alles Geld hat: William Randolph Hearst. Da gibt es Tom Ince, den Filmpionier in der Karrierekrise. Und schließlich die Frau, um die alle rotieren: die Schauspielerin und Hearst-Geliebte Marion Davies, eine dieser großzügigen, vitalen Blondinen, die von innen zu leuchten scheinen. Irgendwann wird Ince von Bord getragen: Mord? Oder doch nur ein durchgebrochenes Magengeschwür? Auf engstem Raum, in glamourösen, dunkel glühenden Interieurs, mit Eddie Izzard, Edward Herrmann, Cary Elwes und Kirsten Dunst in den Hauptrollen inszenierte Peter Bogdanovich mit The Cat’s Meow (New KSM) einen Hollywoodkrimi, der auf einer rätselhaften Episode aus der Skandalchronik der Traumfabrik basiert.

Zum bittersüßen Film über das Leben der Celebrities passt ein Champagnercocktail: einen Zuckerwürfel mit Angostura tränken, dazu 2,5 cl Cognac – und vorsichtig mit Schampus auffüllen.