Urkunden, über die Jahre gesammelt und gerahmt im Verkaufsraum aufgehängt, sind der Stolz selbstständiger Bäckereien. Der Name der Brot- oder Brötchensorte und der des Bäckers sind oft von Hand eingetragen, sodass der Kunde ahnt: Hier kommt es noch auf manuelle Fähigkeiten an.

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Die Prüfung ist freiwillig, und Tausende Bäcker unterziehen sich ihr, so beliebt sind die Urkunden. Die Karte zeigt bekannte Brot- und Gebäcksorten, die im vorigen Jahr mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurden. Die besten Seelen – kleine Brote mit Kümmel und Salz – kommen noch immer aus Schwaben, die besten Brezeln werden südlich des Mains gebacken. (Um die Karte zu vergrößern, klicken Sie hier)

Ausreißer sind rar, etwa jene einzige Brezel-Auszeichnung in Schleswig-Holstein. Bäcker ist ein Beruf, der oft vom Vater an den Sohn weitergegeben wird, samt dem Geheimnis guten Brotes. In Soest in Westfalen gibt es die Bäckerei Haverland, mit Gold ausgezeichnet für "Soester Pumpernickel", sie backt ihn seit 1570 ohne längere Unterbrechung. In das Brot eingebacken ist auch so etwas wie Identität.