Induktionskochfelder erzeugen im Topf Wirbelströme, weshalb das Gefäß sich erwärmt. Das geht sehr schnell und effektiv, und die Kochplatte bleibt kalt. Ein genereller Nachteil ist, dass man auf spezielles Kochgeschirr angewiesen ist.

Und dann ist da noch die Frage nach den womöglich schädlichen elektromagnetischen Feldern, sie erzeugen die aufheizenden Ströme im Topf. Dies ist ein umstrittenes Gebiet, ganz ähnlich wie die Diskussion über Handystrahlung. Die Frequenz eines Induktionsherds liegt im Bereich von 20 bis 50 Kilohertz, die Feldstärke nimmt schon im Abstand von fünf bis zehn Zentimetern von der Kochplatte stark ab, für Schwangere wird ein Abstand von 15 Zentimetern empfohlen – sicher ist sicher.

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Träger von Herzhilfen müssen generell vorsichtig beim Umgang mit Haushaltsgeräten sein. Eine Studie mit 244 Schrittmachern zeigte 2006 aber, dass beim Induktionsherd schon einiges zusammenkommen muss, damit es – rein theoretisch – gefährlich wird: Der Schrittmacher muss unipolar sein (die werden heute kaum noch verwendet). Der Topf darf nicht mittig auf der Platte stehen. Und der Träger muss eine leitende Verbindung zum Topf herstellen, etwa durch einen Metalllöffel. Im allerschlimmsten Fall schaltet der Schrittmacher dann in den sogenannten asynchronen Modus um – und richtet sich nicht mehr nach dem Herzschlag. Im Zweifel hilft ein Blick in die Gebrauchsanleitung.

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