Eigentlich ist Abschreiben und Kopieren seit dem Rückzug des Verteidigungsministers uncool. Doch in Bayern gehen die Uhren anders. So will uns jetzt BMW im Verein mit dem Autovermieter Sixt ein "einzigartiges und innovatives Car Sharing Angebot" namens DriveNow anpreisen. Und das geht so: Noch im April soll in München und später auch in Berlin eine Flotte von Minis und 1er BMW bereitstehen, die spontan angemietet und fast beliebig wieder abgestellt werden können.

Der Kunde muss sich nur für 29 Euro einen Chip für seinen Führerschein abholen. Dann kann er sich via Internet, Smartphone oder auch direkt, wenn er eines der 300 Autos sieht, bedienen. Die Nutzung kostet pro Minute 29Cent, Sprit und Parken inklusive.

Die Idee ist gut. Allerdings: Das Konzept kennen vor allem die Bürger von Ulm und Austin (Texas) schon bestens, dort läuft seit 2008/2009 das nach eben diesem Muster gestrickte Projekt car2go des Rivalen Daimler – mit weiß-blauen Smarts. Zum 1. April startet es mit dem Partner Europcar auch in Hamburg . Nicht nur der Minutenpreis und die einmalige Einschreibegebühr sind in Hamburg (car2go) und München (DriveNow) identisch, auch so manche Formulierung ähnelt frappant der Botschaft der Konkurrenz.

Ob sich der neuerdings dienstwagenlose Karl-Theodor zu Guttenberg bei DriveNow registriert hat, ist allerdings noch nicht bekannt.