Zlatko Čajkovski, "Tschik" genannt, kam 1963 vom 1. FC Köln, schaffte 1965 den Aufstieg in die Bundesliga, war kugelrund, wegen seines gemütlichen Umgangs sehr beliebt bei den Spielern, sehr erfolgreich und blieb bis 1968. Branko Zebec übernahm, Jugoslawe wie sein Vorgänger, ansonsten das Gegenteil: Er strich das Bier, war streng, humorlos, defensiv, taktisch brillant und stur, wurde 1970 von Präsident Willi Neudecker wegen Eigensinns entlassen. Dann kam Udo Lattek. Er galt den Spielern mal als älterer Bruder, mal als Vater, war sehr erfolgreich und sehr temperamentvoll, also cholerisch. Und er war ein sehr guter Freund von Wodka-Feige, "aber bitte mit ohne Feige", was ihm nach einer Randale in einem Düsseldorfer Hotel am 2. Januar 1975 die fristlose Kündigung brachte.

Franz Beckenbauer lotste Dettmar Cramer, seinen Trauzeugen und ehemaligen Trainer in der Jugend-Nationalmannschaft, nach München. Väterlich, großväterlich zu den Spielern, dozierend gegenüber den Journalisten, die sich bis 1977 über Stunden seine treffenden Spielanalysen anhören mussten. Cramer ging dann zur Eintracht nach Frankfurt, von dort kam der Ungar Gyula Lóránt, über den Klaus Augenthaler später sagte: "Im Vergleich zu Lorant spricht Trapattoni perfekt Deutsch." Lorant überwarf sich mit den Spielern Paul Breitner und Uli Hoeneß, verlor 1979 bei Fortuna Düsseldorf 1:7 und tags darauf seinen Job.

Das Training übernahm Pál Csernai, sein Assistent, der den Job basisdemokratisch verstand und die Spieler an seinen taktischen Überlegungen teilhaben ließ. Er musste aber 1983 zwei Spieltage vor Saisonende gehen, weil ihm zu große Arroganz vorgeworfen wurde. Bis zum Saisonende übernahm ein gewisser Reinhard Saftig, dann kam wieder ein richtiger Trainer, nämlich Udo Lattek. Seine zweite Ära endete 1987 freiwillig, mit einer rauschenden Meisterschaftsfeier, auf der er sich im Olympiastadion seiner Kleider entledigte und sie als Devotionalien unter den Fans verteilte. In der Unterhose bleibt er in Erinnerung.