Die Sprache der Veränderung dagegen ist intim, individualistisch. Deswegen ist das Internet ihr Medium – nicht allein, weil man darin anonym sein kann, leidlich sicher vor der Verfolgung der Sittenwächter oder der Geheimpolizei der Hamas. Sondern weil hier eine Sprache der Subjektivität zu entdecken ist. Die Öffentlichkeit des Internets, das ist das Paradox der Befreiung in Gaza, erlaubt diesen Jugendlichen eine freie Privatheit, die sie im allseits kontrollierten Privatleben einer religiös-konservativen Gesellschaft nie hatten. "Wir haben keine politische Agenda", sagt Abu Yazan, "wir wollen nur Rechte."
Nahost: Die Revolution der Seele